Wein-Versand vinecase.de

Wie man über Content verkauft
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Wein ist mehr als nur ein Getränk, es ist ein Erlebnis. Es gibt viele Weine zu entdecken, doch bei einer riesigen Auswahl ist es schwer, nur Anhand einer Beschreibung und eines Bildes zu beurteilen, ob der Wein das richtige für einen ist. vinecase.de geht den Weinverkauf anders an. Hier werden Weine von einem Sommelier kuratiert und in aufeinander abgestimmten Sammlungen, sogenannten Cases verkauft.

Ausgangssituation

Die Gründer von vinecase versuchten anfangs den Shop eigenständig zu entwickeln. Schon damals hatte die Seite einen hochwertigen Auftritt, jedoch war die technische Grundlage für ein Projekt mit derartiger Komplexität nicht ausreichend. Der Shop lief nur sehr langsam und konnte nicht überzeugen.

Nachdem wir  dem vinecase-Team anfangs nur beratend zur Seite, entschieden sie sich dafür, das Projekt komplett in die professionelle Hände  von the key technology zu geben.

Da der bestehende Shop bereits kursierte, konnte die Seite nicht komplett abgestellt werden. Damit das bisherige Marketing weiter betrieben wurde, beschlossen wir, vor dem eigentlichen Shop eine Landing Page zu bauen, die mit einer Warteliste und einem Affiliate System bereits vor dem Launch Kontakte generiert.

Gamification als Verkaufstreiber

Sowohl auf der Landing Page vor dem Launch, als auch auf dem Shop können Nutzer Punkte sammeln. Anfangs wurden Punkte verteilt, wenn man Freunden die Landing Page geteilt hat und diese sich anmeldeten. So wurden mithilfe von Werbeanzeigen auf Facebook vor dem Launch der Seite bereits 80 Anmeldungen erzielt.

Als Belohnung für die gesammelten Punkte bekommen die Top Scorer ein Begrüßungspaket.

Dieses Konzept wurde für den Shop übernommen. Nun lassen sich nicht nur für Empfehlungen, sondern auch für Einkäufe Punkte sammeln. Diese können dann gegen verschiedene Belohnungen, von hochwertigen Flaschenöffnern bis hin zu Probierpaketen eingelöst werden.

Content ist King

Besonderen Wert haben wir bei vinecase auch auf die Hintergründe zum Wein gelegt. Jeder Case hat seine eigene Geschichte, jeder einzelne Wein seine Eigenheiten. Diese müssen natürlich für den interessierten Endnutzer zur Verfügung stehen. Wo normale Weinshops nur eine kurze Beschreibung haben, wird bei vinecase Wert darauf gelegt, dass sich Besucher in die Materie vertiefe können. Das hilft nicht nur, in den Suchergebnissen weiter oben aufzutauchen, es beweist den Kunden auch, dass sich das vinecase-Team nicht nur mit Weinen auskennt, sie leben dafür.

Ein wichtiger Bestandteil dieser Inhalte sind auch die umfangreichen Profile der Winzer, die in den Cases vertreten sind. Diese werden auf vinecase intensiv beleuchtet. So fällt es Besuchern leichter, den Weinen eine Identität zu geben. Winzer unterscheiden sich mitunter stark voneinander, und viele Weinliebhaber schätzen bestimmte Winzer für Ihre Weine. Diese Winzer werden aber bisher kaum im Internet repräsentiert.

Durch dieses Alleinstellungsmerkmal tauchte vinecase.de bereits nach wenigen Tagen in Suchanfragen zu diesen Winzern auf.

Professioneller Online-Shop

Umgesetzt wurde der Shop mithilfe des WordPress-basierten WooCommerce Systems zu benutzen. Das Design wurde dabei von vinecase selbst erstellt und in enger Kommunikation umgesetzt und angepasst. Trotz des zusätzlichen Aufwandes für die Prelaunch Landing Page wurde das Projekt innerhalb von nur 2 Monaten – rechtzeitig um das Marketing zur Vorweihnachtszeit hochzufahren – umgesetzt.

Zusätzlich waren Anpassungen am System, sowie selbst entwickelte Komponenten nötig, um die zahlreichen Features des Shops umzusetzen.

Angepasstes Versandsystem

vinecase versendet die Flaschen nur in ihren Cases, jedoch wären die Versandkosten für einen halbvollen Case nicht mehr tragbar, zumal dies auch der Umwelt nicht zu Gute kommt. Um Kunden trotzdem zu ermöglichen, die Weine auch außerhalb der vorkuratierten Cases zu bestellen, wurde ein System entwickelt, um die Versandkosten dynamisch zu berechnen.

Dieses lässt den Nutzer wissen, wie viele Flaschen er noch zu seiner Bestellung hinzufügen muss, um bestellen zu können, und wie viele für kostenloses Versand benötigt werden. Dem Nutzer werden die Versandregeln leicht verständlich dargestellt und er wird zum bestellen weiterer Weine angeregt.

Marktübliche Bezahloptionen

Um auf dem deutschen Markt zu verkaufen, muss man bestimmte Möglichkeiten zur Bezahlung anbieten. SEPA, SOFORT Überweisung und Giropay sind in Deutschland bekannte und oft genutzte Systeme, jedoch international nicht in gebrauch.  Dadurch müssen diese in den meisten Shops manuell integriert werden. Diese, sowie auch Kreditkarten und Paypal wurden für den Shop eingebaut und stehen allen Kunden als bekannte und sichere Zahlmethoden zur Verfügung. Somit wird ein Abschluss des Kaufes für die Besucher noch unkomplizierter gemacht.

Technisch auf höchstem Anspruch umgesetzt.

Die Seite liegt auf dem Server des Hochverfügbarkeitsanbieter wpengine, der sie in der Cloud hostet. Für noch bessere Ladezeiten werden die statischen Ressourcen des Shops auf einem Content Delivery Network (CDN) ausgelagert. Dieses sorgt dafür, dass ich die Daten nicht vom Server, auf dem die Seite liegt laden muss, sondern vom einem Server ganz in meiner Nähe. Bei den Geschwindigkeiten im Internet mag das nicht bedeutsam erscheinen, aber schon eine halbe Sekunde Ladezeit kann Welten ausmachen. Über weitere Mechanismen, wie Bildkomprimierung und Dateiminifizierung wird dazu noch an der Größe der Seite selbst herunter geschraubt, so dass ein Besucher auch auf dem Handy Blitzschnell alle Inhalte sehen kann.

Verhaltensauswertung und weiteres Vorgehen

Nachdem alles online ist, steht an erster Stelle der Prioritäten, die Seite zu testen. Hierzu wird sie auf Facebook beworben, um viele zufällige Nutzer auf der Seite zu haben. Das ist wichtig, da nur so aussagekräftige Rückschlüsse gezogen werden können. Feedback von Freunden und Verwandten ist nützlich, weil es detailliert ist, Das Nutzerverhalten spricht am Ende des Tage aber die Wahrheit.

Über Google Analytics, ausgebaut mit Tracking speziell für E-Commerce können wir detailliert betrachten, wer kauft und wer nicht kauft, welche Seiten für die meisten Nutzer als Einstieg in den Shop dienen, woher diese kommen und wie lange sie bleiben. Dies ist essentiell, um die Schwachstellen auf der Seite festzustellen, aber auch die Unterseiten, die besonders gut performen. Das ermöglicht es uns, in der weiteren Arbeit an der Seite fundierte Entscheidungen zu treffen.

Ergebnis unserer Arbeit

Nach Abschluss stand dem vinecase-Team eine moderne, mobiloptimierte Seite, mit einer Infrastruktur die sowohl Verfügbarkeit als auch Geschwindigkeit sicher stellt. Nach nur einer Woche wurde bereits der erste organische Verkauf über Google verzeichnet.

Der Bau der Seite ist zwar abgeschlossen, die Arbeit aber noch nicht vorüber. Ein Shop bedarf ständiger Arbeit. In den kommenden Monaten werden neue Features, wie etwa eine Kuration basierend auf den Vorlieben des Kunden. Auch wird der Content, basierend auf dem Nutzerverhalten weiterhin ausgebaut. Dies erfolgt in enger Kooperation des vinecase-Teams mit the key technology. Der Grundstein ist gelegt.

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